22/2019, 22.05.2019

Ein Jubiläum für die Inklusion

Inklusives DOSB-Team spielt am 2. April gegen den FC Bundestag

Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im gemeinnützigen Sport ist ein wichtiges Anliegen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der heutige 26. März ist ein hervorragender Anlass, aktiv auf das Thema Inklusion im und durch Sport hinzuweisen: Vor zehn Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Kraft, mit der sich Deutschland zur Umsetzung von Inklusion verpflichtet hat und in der der Sport auch bedacht wird.

Mit der UN-BRK wurde ein Paradigmenwechsel eingeleitet, von der Fürsorge zur Partizipation, der besonders auch für den Sport wichtig ist. Gesellschaftliche Teilhabe ist ein Menschrecht, kein Akt der Fürsorge oder Almosen. Menschen mit Behinderungen sollen ermutigt werden, so umfassend wie möglich an breitensportlichen Aktivitäten teilzunehmen. Das schließt auch den Zugang zu Sportstätten und Sportaktivitäten ein, was voraussetzt dass Sportvereine und -verbände von vornherein in ihren Planungen und Entscheidungen Inklusion stets mitdenken und sie als Chance begreifen, nicht als Last. Dadurch kann verhindert werden, dass Menschen mit Behinderungen - meistens unabsichtlich – ausgeschlossen werden. Ganz besonders wichtig ist die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern an Sportaktivitäten, einschließlich Sport in der Schule.

Sport meint darüber hinaus im Sinne der UN-BRK nicht nur die Aktivität. Die UN-BRK und die Forderung nach Teilhabe meint auch das Recht, als Zuschauer barrierefreie teilnehmen zu können, als Übungsleiter/in ausgebildet zu werden, als Trainer/in zu arbeiten und sich ehrenamtlich oder hauptamtlich im Verein oder Verband auch als Mensch mit Behinderungen zu engagieren.

Der DOSB und seine Mitgliedsorganisationen haben dazu vielfältige Programme und Aktivitäten entwickelt. Mehr dazu finden Sie hier.

Inklusives DOSB-Team gegen den FC Bundestag

Der Sport schafft generell zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten, eine ganz besondere findet in genau einer Woche statt: In Berlin trifft eine inklusive DOSB-Fußballmannschaft auf den FC Bundestag, die fraktionsübergreifende Mannschaft des Deutschen Bundestags.

Zu diesem Fußballspiel laden wir Medienvertreter herzlich ein.

Wann: Dienstag, 2. April 2019, 18:30 Uhr (Einlass: 18:00 Uhr)

Wo: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Großes Stadion, Cantianstr.24, 10437 Berlin, Einlass über das Tor Eberswalder Straße Ecke Topsstraße.

Im Anschluss findet ein geselliges Zusammensein mit Informationsständen zum Thema „Wie gelingt Inklusion im Sport?“ im DOSB-Hauptstadtbüro, Behrenstraße 24, 10117 Berlin statt.

Anmeldung bitte bis Freitag (29. März) bei Manuela Oys oys@dosb.de oder unter 069 6700-255.

Im inklusiven DOSB-Team spielen Menschen mit und ohne Behinderung aus dem organisierten Sport. Mit dabei sind u.a. die mehrmaligen Paralympics-Sieger Heinrich Popow und Gerd Schönfelder, Athletinnen und Athleten, u.a. von Special Olympics sowie Deaflympics-Teilnehmer. Für den DOSB werden u.a. Vizepräsident Andreas Silbersack und die Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker auflaufen.

„Es ist großartig, zehn Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht immer nur über Inklusion zu reden, sondern aktiv erleben zu können, wie Inklusion im und durch den Sport funktioniert“, so Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin, die gemeinsam mit Friedhelm Julius Beucher (Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes) das Trainerteam bildet. „Wir wollen zeigen, wie viel Spaß die Umsetzung der Inklusion für alle machen kann und wie gut es ist, die diversen Stärken aller zusammen zu bringen. Und natürlich wollen wir gewinnen.“

Auch der Kapitän des FC Bundestag, Marcus Weinberg, ist gespannt auf die Partie: „Als fraktionsübergreifende Mannschaft freuen wir uns darauf, sowohl auf dem Fußballplatz als auch in den anschließenden Gesprächen Inklusion im Sport zu erleben.“

Geleitet wird das Spiel vom gehörlosen Schiedsrichter Ricardo Scheurer. Das DOSB-Maskottchen Trimmy sorgt im Stadion für Stimmung und die Präsidentin des Sozialverbandes VdK und mehrmalige Paralympics-Siegerin Verena Bentele zeichnet den Player of the Match aus.