46/2019, 18.09.2019

Volltreffer – internationaler „Sport für Entwicklung“-Kurs für Trainerinnen und Trainer in Oberhaching

Gemeinsamer Fortbildungskurs des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) findet in der Sportschule Oberhaching statt. 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) veranstalten zwischen dem 16. und 23. August 2019  einen internationalen Kurs „Sport für Entwicklung“ in Oberhaching. Das Besondere an dem sportartenübergreifenden Kurs: hier geht es darum, welchen Beitrag Sport zur Entwicklung, Bildung und sozialen Förderung von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten kann. 30 internationale und deutsche Trainerausbilder*innen kommen in Deutschland zusammen, um sich sportpädagogisch weiterzubilden, neue Lehrmethoden zu erlernen und Erfahrungen auszutauschen.

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), setzt sich persönlich dafür ein, dass der Sport als Instrument in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit genutzt wird: „Sport ist eine Sprache, die überall auf der Welt gesprochen und verstanden wird. Alter und Herkunft spielen dabei keine Rolle. Deswegen schulen wir gemeinsam mit DOSB und DFB Ausbilder*innen, die in unseren Partnerländern die Freude am Sport erfolgreich mit wichtigen Themen wie Gewaltprävention, Gesundheit oder Umweltbildung verbinden. Diese Ausbilder*innen sind in ihren Heimatländern nicht nur Vorbilder und Vertrauenspersonen für die Kinder, sondern auch wichtige Botschafter und Multiplikatoren unserer Entwicklungszusammenarbeit.“ 

Der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch zeigt sich beeindruckt von der Zusammenarbeit. „Es ist eine absolute Erfolgsgeschichte“, so Dr. Koch. „Ich freue mich deshalb sehr, dass BMZ und DFB zusammen mit dem DOSB einen internationalen Lehrgang durchführen, an dem Ausbilder*innen aus der ganzen Welt teilnehmen. Die Teilnehmenden nehmen ihr gelerntes Wissen anschließend mit in ihre Heimatländer, um dort Trainer*innen auszubilden.“

Fecht-Olympiasiegerin und „Sport für Entwicklung“-Botschafterin Britta Heidemann freut sich sehr über dieses Engagement. „Sport hilft Kindern und Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung. Sport schult nicht nur Motorik, Ausdauer und Disziplin. Er vermittelt auch wichtige Werte wie Respekt, Teamgeist und Fairplay. Gut ausgebildete Trainer*innen sind dabei unerlässlich. Daher ist es für mich eine Ehrensache, den internationalen „Sport für Entwicklung“- Kurs zu unterstützen“, so Heidemann.

Neben Heidemann ist auch Gerald Asamoah, ehemaliger Nationalspieler und „Sport für Entwicklung“-Botschafter, vor Ort. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, was für eine enorme Kraft der Fußball besitzt. Er begeistert und verbindet Menschen, egal wo sie herkommen. Gerade in der Entwicklungszusammenarbeit kann Fußball eine in vielerlei Hinsicht sinnvolle und praktische Rolle spielen. Deshalb engagiere ich mich gerne als Botschafter für dieses wichtige Thema."

Der Kurs ist ein wichtiger Baustein der Zusammenarbeit zwischen BMZ, DOSB und DFB. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Kinder und Jugendliche sportartübergreifend in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern, den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in den lokalen Gemeinden zu stärken, und Sport als Mittel für Gesundheit, Bildung und Inklusion einzusetzen. In dem Kurs vertiefen die teilnehmenden Expert*innen nicht nur ihre methodischen Kenntnisse, sie profitieren auch von den Erfahrungen aus anderen Ländern. 20 der 30 Teilnehmenden kommen aus den Partnerländern des BMZ: Äthiopien, Albanien, Ghana, Indonesien, Jordanien, Kenia, Kolumbien, Marokko, Mazedonien, Namibia, Palästinensische Gebiete, Senegal, Togo, Uganda. Die deutschen Ausbilder*innen, die am Kurs teilnehmen, profitieren ebenso von diesem Know-how-Transfer und können sich so noch besser auf spätere Auslandseinsätze vorbereiten.

Ansprechpartner: 

Pressestelle Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 

Mail:     presse@bmz.bund.de

Tel.:       030-18 535-2451

Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH 

Mail:     presse@giz.de

Tel.:       +49 6196 79 4466