1/2018, 18.10.2018

SV Borussia Neuenhaus fährt nach Berlin

Verein aus dem Kreis Weser-Ems ist qualifiziert für Bundesfinale „Sterne des Sports“

Berlin ist immer eine Reise wert. Im Januar 2018 hat die Hauptstadt für den SV Borussia Neuenhaus einen ganz besonderen Reiz. Am 24. Januar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die wertvollste Auszeichnung im deutschen Vereinssport, den „Großen Stern des Sports“ in Gold, verleihen. Zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, zeichnet er soziales Engagement von Sportvereinen aus.

Mit dem „Oscar des Breitensports” wird die wertvolle Arbeit der Vereine für unsere Gesellschaft gewürdigt. Ihre Arbeit wirkt u.a. bei Integration und Inklusion, bei Umweltschutz und der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Mit der Initiative „… und es geht doch! Erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den Sportverein und in die Gesellschaft” hat sich aus dem Kreis Weser-Ems der Verein SV Borussia Neuenhaus für die Gala der Sieger im Gebäude der DZ-BANK am Brandenburger Tor in der Mitte Berlins qualifiziert. Die Spannung wird groß sein - bis feststeht, wer von den Landessiegern mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017 ausgezeichnet wird.

Nicht nur erfolgreich Fußballspielen, sondern auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, dafür steht der SV Borussia Neuenhaus. Der traditionsreiche Verein zeigt das auch mit dem Projekt „ … und es geht doch! Erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den Sportverein und in die Gesellschaft". Seit Beginn der Flüchtlingsbewegung 2015 engagieren sich mehr als 100 ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder bei Borussia Neuenhaus für die Neuankömmlinge. Nicht nur erwachsene Geflüchtete, auch ihre Kinder fanden Platz in den Teams und beim Training. Sprachbarrieren wurden so schneller überwunden.

Für diese Saison meldeten die Borussen eine dritte Mannschaft für den Spielbetrieb an, die sich fast ausschließlich aus Geflüchteten zusammensetzt. „Das Team ist in seiner Liga derzeit die fairste Mannschaft, rangiert auf Platz sieben und stellt in Mohamad Khaled den erfolgreichsten Torschützen seiner Staffel“, freut sich Cornelius Westenberg vom SV Borussia. Doch mit Fußball allein ist es in Neuenhaus nicht getan. Schwimmkurse für Erwachsene und Kinder, Wanderungen in der Umgebung und das Bekanntmachen mit Graftschafter Traditionen sind viele kleine Teile im Integrations-Puzzle. Die Geflüchteten danken es ihrerseits mit ehrenamtlicher Hilfe bei kleineren Platzarbeiten. Michael Weggebakker, Bereichsleiter Vertriebsmanagement bei der Grafschafter Volksbank, ist begeistert von der Arbeit des SV Borussia: „Das ist gelebte Integration, denn das Thema Flüchtlingspolitik wird hier sehr nachhaltig umgesetzt."

Die „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Der Bundessieger erhält am Ende als Auszeichnung für sein Engagement einen Scheck über 10.000 Euro. Und auch die anderen platzierten Vereine können sich über Preisgelder freuen, insgesamt werden beim Bundesfinale 30.000 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen so den teilnehmenden Vereinen in den zurückliegenden Jahren rund 5,5 Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sterne-des-sports.de