1/2018, 25.10.2020

DLRG Brandenburg fährt nach Berlin

Stadtverband ist qualifiziert für das Bundesfinale „Sterne des Sports“ in Gold 2017

Berlin ist immer eine Reise wert. Im Januar 2018 hat die Hauptstadt für den Stadtverband Brandenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft einen ganz besonderen Reiz. Am 24. Januar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die wertvollste Auszeichnung im deutschen Vereinssport, den „Großen Stern des Sports“ in Gold, verleihen. Zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, zeichnet er soziales Engagement von Sportvereinen aus.

Mit dem „Oscar des Breitensports” wird die wertvolle Arbeit der Vereine für unsere Gesellschaft gewürdigt. Ihre Arbeit wirkt u.a. bei Integration und Inklusion, bei Umweltschutz und der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Mit seiner Initiative „Wir machen wasserfest” hat sich aus dem Bundesland Brandenburg der Stadtverband Brandenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft für die Gala der Sieger im Gebäude der DZ-BANK am Brandenburger Tor in der Mitte Berlins qualifiziert. Die Spannung wird groß sein - bis feststeht, wer von den Landessiegern mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017 ausgezeichnet wird.

Der Anlass für den Stadtverband Brandenburg der DLRG, das Projekt „Wir machen wasserfest“ in den Kindergärten zu starten, war ein trauriger. „Wir hatten vor einigen Jahren einen Rettungseinsatz mit einem neunjährigen Kind. Das Mädchen konnte nicht schwimmen und ist ertrunken“, erzählt Ivonne Hofmeister. Sie ist eine der ehrenamtlich tätigen Rettungsschwimmerinnen, die das Projekt in den Kindertagesstätten Brandenburgs betreuen. An ihren dienstfreien Tagen machen sie und ihre Kollegen/innen spielerisch die Kinder mit den Bade- Sonnen- und Eisregeln vertraut und leisten Aufklärungsarbeit im richtigen Umgang mit dem nassen Element.

Immer dabei sind das Puppentheater, Schwungtuch, Bauchrednerpuppen und das Maskottchen Nobbi. Über die Kinder versucht das Team um Hofmeister auch an die Erwachsenen heranzukommen, denn: „Viele Eltern können selbst gar nicht mehr richtig schwimmen, womit die Problematik im Grunde schon beginnt.“ Das Angebot wird im ganzen Bundesland Brandenburg nachgefragt. „Wir sind mit den Kindergartentagen bis ins nächste Frühjahr ausgebucht, unsere Seepferdchen-Kurse sogar auf drei Jahre“, sagt Hofmeister nicht ohne Stolz. Auch Susen Ludwig von der Brandenburger Bank Volksbank-Raiffeisenbank eG ist von dem Projekt angetan: „Die Betreuer, die in die Kindergärten gehen, stehen voll hinter der Aufgabe, das ist beeindruckend. Jeder einzelne opfert seine Freizeit, um die Kinder zu schützen und im Umgang mit dem Wasser zu schulen.“

Die „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Der Bundessieger erhält am Ende als Auszeichnung für sein Engagement einen Scheck über 10.000 Euro. Und auch die anderen platzierten Vereine können sich über Preisgelder freuen, insgesamt werden beim Bundesfinale 30.000 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen so den teilnehmenden Vereinen in den zurückliegenden Jahren rund 5,5 Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sterne-des-sports.de