1/2018, 20.10.2020

Verein „Laufen hilft“ fährt nach Berlin

Sächsischer Klub ist qualifiziert für das Bundesfinale „Sterne des Sports“ in Gold 2017

Berlin ist immer eine Reise wert. Im Januar 2018 hat die Hauptstadt für den Verein „Laufen hilft“ einen ganz besonderen Reiz. Am 24. Januar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die wertvollste Auszeichnung im deutschen Vereinssport, den „Großen Stern des Sports“ in Gold, verleihen. Zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, zeichnet er soziales Engagement von Sportvereinen aus.

Mit dem „Oscar des Breitensports” wird die wertvolle Arbeit der Vereine für unsere Gesellschaft gewürdigt. Ihre Arbeit wirkt u.a. bei Integration und Inklusion, bei Umweltschutz und der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Mit der Initiative „Sportlich aktiv und sozial engagiert – eine Laufveranstaltung verbindet beides seit acht Jahren!” hat sich aus dem Bundesland Sachsen der Verein „Laufen hilft“ für die Gala der Sieger im Gebäude der DZ-BANK am Brandenburger Tor in der Mitte Berlins qualifiziert. Die Spannung wird groß sein - bis feststeht, wer von den Landessiegern mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017 ausgezeichnet wird.

„Sportliches Leben und soziales Engagement haben beim Verein „Laufen hilft“ zusammengefunden“, sagt Dr. Detlev Günz. In Leipzig hatten Günz, Mitglied beim BSV AOK Leipzig, und Sabine Döge, die sich im Verein Frauen für Frauen engagiert, 2009 die Idee, einen Frauenlauf ins Leben zu rufen.  Neben den sportlichen und gesundheitlichen Aspekten sollten beim Leipziger Frauenlauf auch soziale Gesichtspunkte unter dem Motto „Frauen laufen für Frauen“ priorisiert werden.

Der erste Leipziger Volksbank Frauenlauf fand 2010 statt. Seitdem steht nicht nur der Lauf als sportliches Event im Fokus. Mit der Veranstaltung wird auch ein Signal für den Kampf gegen häusliche Gewalt gesetzt. Ein Teil des Erlöses aus den Startgebühren der Läuferinnen geht seit dem ersten Frauenlauf jedes Jahr an das 1. Autonome Frauenhaus. Das Thema Integration nahmen die Veranstalter 2016 mit dem Start von 80 geflüchteten Frauen auf. Und auch um den Lauf herum werden viele Aktivitäten angeboten. In einem zwölfwöchigen Seminar, das zusammen mit dem BSV AOK Leipzig veranstaltet wird, können sich laufinteressierte Frauen auf ihren Start vorbereiten. Um das sportliche und soziale Engagement des Laufes und anderer Aktivitäten zu bündeln, wurde schließlich der Verein “Laufen hilft” gegründet.

Die „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Der Bundessieger erhält am Ende als Auszeichnung für sein Engagement einen Scheck über 10.000 Euro. Und auch die anderen platzierten Vereine können sich über Preisgelder freuen, insgesamt werden beim Bundesfinale 30.000 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen so den teilnehmenden Vereinen in den zurückliegenden Jahren rund 5,5 Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sterne-des-sports.de