1/2018, 25.10.2020

Die GäMSen fahren nach Berlin

DAV-Sektion Wuppertal ist qualifiziert für das Bundesfinale „Sterne des Sports“ in Gold

Berlin ist immer eine Reise wert. Im Januar 2018 hat die Hauptstadt für die Handicap-Gruppe „Die GäMSen“, Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins einen ganz besonderen Reiz. Am 24. Januar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die wertvollste Auszeichnung im deutschen Vereinssport, den „Großen Stern des Sports“ in Gold, verleihen. Zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, zeichnet er soziales Engagement von Sportvereinen aus.

Mit dem „Oscar des Breitensports” wird die wertvolle Arbeit der Vereine für unsere Gesellschaft gewürdigt. Ihre Arbeit wirkt u.a. bei Integration und Inklusion, bei Umweltschutz und der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Mit der Initiative „Trotz Rollstuhl an die Kletterwand” hat sich aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen die Handicap-Gruppe „Die GäMSen“, Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins für die Gala der Sieger im Gebäude der DZ-BANK am Brandenburger Tor in der Mitte Berlins qualifiziert. Die Spannung wird groß sein - bis feststeht, wer von den Landessiegern mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017 ausgezeichnet wird.

Mit dem Projekt „Trotz Rollstuhl an die Kletterwand“ zeigt die Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins, was auch mit körperlicher Beeinträchtigung möglich ist. Mittelpunkt des Engagements ist die Handicap-Gruppe „Die GäMSen“, die 2013 gegründet wurde. Ursprünglich als Klettergruppe für MS-Erkrankte gegründet, werden inzwischen auch Menschen mit anderen körperlichen Handicaps aufgenommen. „Es ist alles sehr familiär, wir sind inzwischen zwar auf 54 Mitglieder gewachsen, aber dennoch kennt jeder jeden und jeder kann jeden anrufen“, sagt Peter Weigel, der die Gruppe 2013 gegründet hat.

Eine Rollstuhlfahrerin und deren Mann waren Ende 2012 die Auslöser dafür gewesen. Beide standen in der Halle in Wuppertal und wollten klettern. Das war ungewöhnlich und für die DAV-Sektion Wuppertal die Initialzündung, um sich einmal genauer mit dem Thema Behinderung und Sport zu beschäftigen. Alle 14 Tage trifft man sich seitdem zum gemeinsamen Klettern. Mit großem Erfolg konnten Freunde und Familienmitglieder als ehrenamtliche Helfer dazugewonnen werden. Einmal im Jahr geht es dann mit großer Gruppe in die richtigen Berge, dieses Jahr ist Österreich das Ziel. Auch die Vernetzung zu anderen Klettergruppen mit Behinderung wird gepflegt. Auf der Homepage finden sich Kontakte in ganz Deutschland.

Die „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Der Bundessieger erhält am Ende als Auszeichnung für sein Engagement einen Scheck über 10.000 Euro. Und auch die anderen platzierten Vereine können sich über Preisgelder freuen, insgesamt werden beim Bundesfinale 30.000 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen so den teilnehmenden Vereinen in den zurückliegenden Jahren rund 5,5 Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sterne-des-sports.de