1/2018, 30.07.2021

Kim-Chi Wiesbaden fährt nach Berlin

Hessischer Verein ist qualifiziert für das Bundesfinale „Sterne des Sports“ in Gold 2017

Berlin ist immer eine Reise wert. Im Januar 2018 hat die Hauptstadt für den Judo-Verein Kim-Chi Wiesbaden einen ganz besonderen Reiz. Am 24. Januar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die wertvollste Auszeichnung im deutschen Vereinssport, den „Großen Stern des Sports“ in Gold, verleihen. Zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, zeichnet er soziales Engagement von Sportvereinen aus.

Mit dem „Oscar des Breitensports” wird die wertvolle Arbeit der Vereine für unsere Gesellschaft gewürdigt. Ihre Arbeit wirkt u.a. bei Integration und Inklusion, bei Umweltschutz und der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Mit der Initiative „Bewegung macht schlau – Opfer, nein danke!” hat sich aus dem Bundesland Hessen der Judo-Verein Kim-Chi Wiesbaden für die Gala der Sieger im Gebäude der DZ-BANK am Brandenburger Tor in der Mitte Berlins qualifiziert. Die Spannung wird groß sein - bis feststeht, wer von den Landessiegern mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017 ausgezeichnet wird.

Beim Projekt „Bewegung macht schlau – Opfer, nein danke!“ verfolgt der Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden das Ziel, Kinder beim Übergang von der Kita und der Vorschule zur Grundschule und darüber hinaus fit für den Alltag zu machen. Mit Hilfe von Judo und den Judo-Werten werden die Herausforderungen des Schulwegs in altersgerechten Bewegungsangeboten und Rollenspielen durchgespielt. So kann in einem geschützten Raum auf Gefahrensituationen und Konfliktpotenziale aufmerksam gemacht und Lösungen dafür aufgezeigt werden. Beispielsweise sollen Banken, Büros oder Läden als „Not-Hilfe-Inseln“ für die Kinder in Gefahrensituationen eine Zuflucht bieten.

Schon heute ist der Judo-Verein gut vernetzt. Das Netzwerk umfasst derzeit 15 Kindertagesstätten und 24 Grundschulen, mehr als 4.000 Kinder werden bisher mit dem Programm erreicht. Geplant ist ein flächendeckendes Angebot für alle Wiesbadener Grundschulen und die Schulwegsicherung als eine Art Unterrichtsfach. „Das Ziel ist es über 10.000 Kinder mit dem Projekt zu erreichen und eine Erweiterung in den Kindergärten und Schulen in ganz Wiesbaden anzustreben”, sagt Laurent Schmidt, Projektleiter beim Kim-Chi Wiesbaden.

Die „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Der Bundessieger erhält am Ende als Auszeichnung für sein Engagement einen Scheck über 10.000 Euro. Und auch die anderen platzierten Vereine können sich über Preisgelder freuen, insgesamt werden beim Bundesfinale 30.000 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene flossen so den teilnehmenden Vereinen in den zurückliegenden Jahren rund 5,5 Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements zu.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sterne-des-sports.de