17/2021, 12.04.2021

“Integration durch Sport” goes international!

Start des Projekts „Together in Sport“ in Nürnberg, Frankfurt, Athen und Kavala

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) starten eine erste gemeinsame internationale Kooperation: „Together in Sport“ ist ein Projekt, das unbegleitete minderjährige Geflüchtete und Jugendliche in den aufnehmenden Gemeinden in Griechenland mit vielfältigen Sportangeboten unterstützen wird. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region zu fördern.

Am 18.03.2021 fand eine virtuelle Kick-off-Veranstaltung statt, bei der BAMF-Präsident Dr. Hans-Eckhard Sommer, BAMF-Vizepräsidentin Andrea Schumacher, DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack, der Präsident des griechischen Nationalen Olympischen Komitees Spyros Capralos sowie die Oberbürgermeister der Städte Nürnberg und Kavala das Projekt eröffneten.

Ziel der Kooperation ist es, Kinder und Jugendliche – mit und ohne Fluchthintergrund – sportartübergreifend in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern und den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in den aufnehmenden lokalen Gemeinden in Griechenland zu stärken. Sport und Bewegung werden hier als Mittel zur Förderung von Gesundheit, Frieden und Integration eingesetzt. Um dies zu erreichen, werden ehrenamtliche Trainer*innen und Multiplikator*innen Sport- und Bewegungsangebote in Vereinen, Schulen und Gemeindezentren einführen, in denen der interkulturelle Austausch und die gegenseitige Achtung im Vordergrund stehen. Basierend auf der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Kavala wird das Projekt zunächst in der Gemeinde Kavala in Nordgriechenland beginnen und dann in weiteren Gemeinden Griechenlands umgesetzt werden.

Andreas Silbersack freut sich über die Zusammenarbeit: „Jungen Menschen, gleich welcher Herkunft, Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen, ist eines der wesentlichen Anliegen des DOSB. Deshalb haben wir "Together in Sport" gemeinsam mit dem BAMF angeregt. Wir engagieren uns für das Projekt, damit mehr Kinder und Jugendliche – mit oder ohne Fluchterfahrung – Wege in den Sport finden“.

BAMF-Vizepräsidentin Andrea Schumacher unterstreicht: „Gemeinsam mit unseren griechischen Partnern bringen wir uns zukünftig stärker bei der Aufgabe der Integration in Griechenland ein. Der Sport verfügt über ein großes Integrationspotenzial. Er stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und vermittelt Werte – wie Fair Play, Solidarität und Teamgeist. Gemeinsame sportliche Aktivitäten verbinden Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft. Sie schaffen Verständigung, Toleranz und bauen Vorurteile ab."

Die Maßnahmen in Griechenland stehen im Kontext einer weiter gefassten Zusammenarbeit zwischen BAMF und DOSB. Seit über 30 Jahren verantwortet der DOSB in Deutschland das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ und steuert dessen Umsetzung. Finanziell und ideell gefördert wird es durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und durch das BAMF.

Das Projekt „Together in Sport“ wird über das BAMF durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) gefördert und mit lokalen Projektpartnern, wie dem Hellenic Olympic Committee und der NGO METAdrasi, welche sich seit Jahren in der Aufnahme und Integration von Geflüchteten in Griechenland engagiert, implementiert.